Abwasserpumpen: Umsetzung der Ökodesign-Anforderungen

Tsurumi

Auch die Betreiber von Abwasserpumpen werden an dem bevorstehenden EU-Konsultationsforum teilnehmen.

Nachdem die Revision der Verordnung 547/2012 „Wasserpumpen“ unter Einbeziehung der Abwasserpumpen (Lot 28) und allen Verzögerungen zum Trotz noch im 2.Quartal 2018 abgeschlossen werden soll, konkretisieren sich die Inhalte ein wenig. Da belastbare Aussagen vorab verständlicherweise seitens der EU Kommission nicht gemacht werden können, gilt es die eigene Mannschaft für das bevorstehende Konsultationsforum* geeignet zu verstärken.

Da die Pumpenhersteller in 2016 mit dem Vorschlag zurückgewiesen wurden, neben der eigentlichen Wirkungsgradbetrachtung auch eine Verfügbarkeit der Abwasserpumpen in der jeweiligen Anwendung zu bewerten, haben wir den Kontakt zur Betreiberseite gesucht, die am Ende unter unausgewogenen Festlegungen verstärkt zu leiden hätte. An dieser Stelle haben wir bereits vom Besuch einer Kläranlage in Brüssel im September 2017 berichtet, der dem Kommissionsmitarbeiter viele der von uns geschilderten Probleme deutlich gemacht hatte. Parallel dazu sind wir auch mit der DWA im Kontakt und konnten nun mit einem Verantwortlichen der Stadtentwässerungsbetriebe Köln ein sehr gutes weiteres Gespräch führen. Die Betroffenheit durch mögliche, einseitige Effizienzanforderungen wurde deutlich. Ein gleichgerichtetes Vorgehen von Herstellern und Betreibern wird als sinnvoll und notwendig gesehen. Daher werden der VDMA und die DWA, wenn irgend möglich über ihre Europäischen Verbände mit gleichen Ansichten in das Konsultationsforum, dass für April/Mai 2018 geplant ist gehen. Die gemeinsame Botschaft lautet: Bei den Effizienzanforderungen für Abwasserpumpen ist eine Betrachtung der Verfügbarkeit unabdingbar und hat eine höhere Priorisierung gegenüber der Wirkungsgradbetrachtung.

Wir dürfen gespannt sein, wie die EU Kommission reagieren wird, wenn erstmalig Betreiber in die Diskussion über Produktanforderungen eingreifen.